HUMONDE - Zeitschrift für eine humane Welt und Wirtschaft
Thomas Seltmann, © Marcus Gruber
Thomas Seltmann (Jahrgang 1972) ist Experte für nachhaltige Energiewirtschaft, Autor und Berater für Solartechnik ("Photovoltaik - Strom ohne Ende", Solarpraxis Verlag Berlin), untersucht und propagiert Alternativen zur herrschenden Ökonomie, engagiert sich für mehr Demokratie und hält Vorträge zu Themen wie "Überall fehlt plötzlich das Geld - warum eigentlich?" und "Mehr Wohlstand ohne Wachstum."
www.thomas-seltmann.de
5.6.2007 | Druckansicht

Macht & Medien

Wirtschaftswachstum hinterfragen

Wettbewerb für Nachwuchsjournalisten und junge Schreibprofis

Notiz von Thomas Seltmann

Für den ersten Schreibwettbewerb zum Thema „Die Wirtschaft muss wachsen! Warum?“ können Beiträge noch bis zum 30. Juni eingereicht werden.

Fünf unabhängige Organisationen, die sich seit vielen Jahren für nachhaltiges Wirtschaften engagieren, veranstalten den Wettbewerb gemeinsam: Neben der federführenden Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung (INWO) beteiligen sich die Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung, der Freiwirtschaftlicher Jugendverband, die Sozialwissenschaftliche Gesellschaft und der Verein Wirtschaftlich Menschlich.

„Ständiges Wirtschaftswachstum“, so die Veranstalter, „geht mit einem wachsenden Energie- und Rohstoffverbrauch einher und verhindert auf Dauer wirklichen Umweltschutz.“ Verseuchte Flüsse, ausgelaugte Böden und Luftverschmutzung seien ebenso die Folge wie der Klimawandel und das Artensterben. Aber auch die zunehmende soziale Schieflage und gesellschaftliche Konflikte wären mit mehr Wirtschaftswachstum kaum lösbar. „Im Gegenteil, es gibt sogar klare Indizien, dass sie Folge verfehlter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sind, die das laufende Wachstum notwendig machen“, erklärt Felix Spira, der für die INWO den Schreibwettbewerb organisiert. „Chronischer Geldmangel in öffentlichen und privaten Kassen sowie fünf Millionen Arbeitslose trotz 55 Jahren stetigen Wirtschaftswachstums widersprechen offensichtlich dem herrschenden Wachstumsdogma unserer Politiker und Ökonomen.“

Von den Teilnehmern erhoffen sich die Veranstalter aufschlussreiche Analysen und kreative Vorschläge für den Ausweg aus dem „Wahnsinn Wachstum“. Gewinnern der zwei Kategorien – bis 18 Jahre sowie 19 bis 27 Jahre – winken Sach- und Geldpreise im Wert von rund 1.000 Euro. Nähere Informationen unter www.inwo.de

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