HUMONDE - Zeitschrift für eine humane Welt und Wirtschaft
Wirtschaft, die arm macht

Bücher zum Thema
Geld & Wirtschaft

8.10.2004

Horst Afheldt

Wirtschaft, die arm macht

Vom Sozialstaat zur gespaltenen Gesellschaft

Verlag Antje Kunstmann · 240 Seiten · 2003

Wo immer über dringend nötige Reformen diskutiert wird, heißt es: Löhne senken, Wachstum steigern, alle Handelshemmnisse beseitigen und Unternehmen von Steuern und Abgaben entlasten. Obwohl Wirtschaftsexperten wie Joseph Stiglitz oder George Soros längst die verheerenden Folgen einer ungehemmten Liberalisierungspolitik für Wirtschaft wie Gesellschaft beschrieben haben, werden weiterhin diese alten Rezepte angeboten.

Einen Arzt, der seinem Patienten jahrelang dieselben Pillen verschreibt, obwohl die Symptome sich verschlechtern, sollte man wechseln. Sollte man nicht auch bei der krankenden Wirtschaft eine neue Diagnose erstellen? Horst Afheldt hat’s gemacht und zeigt, dass vom wachsenden Sozialprodukt immer weniger bei den Bürgern ankommt, dass die derzeitige Wirtschaftsordnung zu einer gespaltenen Gesellschaft führt – und damit für alle zunehmend unwirtschaftlich wird.

Und er macht eindringlich klar, dass wir uns die Verarmung des ökonomischen Denkens nicht länger leisten können und dass es höchste Zeit ist, Wirtschaft wieder „gesellschaftsfähig“ zu machen.

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