HUMONDE - Zeitschrift für eine humane Welt und Wirtschaft

Bücher zum Thema
Geld & Wirtschaft

1.11.2004

Arno Gahrmann, Henning Osmers

Zukunft kann man nicht kaufen

Ein folgenschwerer Denkfehler der globalen Ökonomie

Horlemann Verlag · 2004

Immer mehr Menschen empfinden angesichts zahlloser Widersprüche und Unfassbarkeiten ein tiefsitzendes Unbehagen gegenüber der Ökonomie. Dieses Buch zeigt: Solche Gefühle sind berechtigt und rühren daher, dass die zentralen Zielgrößen der Ökonomie – Vermögen, Gewinn und Kosten – seit Beginn an mit falschen Vorstellungen verknüpft sind. Das Ergebnis ist so skurril wie fatal: Die Zielgröße des Systems, der Gewinn, wird umso weniger greifbar, je intensiver sie gejagt wird. Das Hauptinstrument der Hatz, gnadenlose Effizienzsteigerung, wirkt derweil wie ein primitives Doping, das Mensch und Natur auslaugt.

Mit kompetenter Innensicht und engagierter Außensicht zeichnen die beiden Autoren ein ungewohntes Bild ihres Fachgebiets, das viele Ungereimtheiten, so das Nebeneinander von Überlastung und Arbeitslosigkeit oder die öffentliche Verschuldung bei privatem Reichtum, schlüssig erklärt. Und sie geben den Lesern die nötigen Argumente an die Hand, um den permanenten Kostendruck, national und global, betrieblich und öffentlich, als den Wahnsinn entlarven zu können, als den sie ihn schon längst erleben: eine irrationale Orientierung an schon längst nicht mehr realem Vermögen.

Arno Gahrmann, geb. 1945, ist nach früheren Tätigkeiten in einem Ingenieurbüro, einem Forschungsinstitut und einem international tätigen Kreditinstitut heute Professor für Finanzierung und Investition an der Hochschule Bremen. In seiner Forschung geht er den Weg von Energie und Verkehr über Umwelt hin zur umfassenden Zukunftsfähigkeit (Nachhaltigkeit).

Henning Osmers, geb. 1977, hat in Bremen und Kuala Lumpur Global Management studiert und promoviert derzeit an der Universität Oldenburg.

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